Häufig gestellte Fragen
Antworten zu Energiewende, Stromkosten und wirtschaftlichem Strukturwandel
Die EEG-Umlage macht etwa 20–30% Ihres Strompreises aus und finanziert den Ausbau erneuerbarer Energien. Für einen Industriebetrieb mit 500 MWh Jahresverbrauch bedeutet das Mehrkosten von etwa 10.000–15.000 Euro jährlich, abhängig von möglichen Begrenzungen und Befreiungen für energieintensive Branchen.
Ja, deutlich. Energieintensive Betriebe in Sektoren wie Chemie, Stahl oder Papierherstellung können von Umlagebefreiungen oder -begrenzungen profitieren – das reduziert ihre Stromkosten erheblich. Andere Branchen zahlen die volle EEG-Umlage.
Das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) bepreist CO2-Emissionen in Bereichen, die nicht vom EU-ETS erfasst sind – vor allem Wäreerzeugung, Verkehr und kleine Industriebetriebe. Der CO2-Preis startet bei 30 Euro pro Tonne (2024) und steigt bis 2026 auf 55 Euro. Das erhöht Ihre Kosten für Gas, Öl und andere fossile Energieträger messbar.
Das hängt von Ihrer Investition, der Standortlage und aktuellen Förderprogrammen ab. Eine Solaranlage auf dem Dach amortisiert sich oft in 8–12 Jahren. Mit steigenden Strompreisen und verfügbaren Zuschüssen verkürzt sich dieser Zeitraum erheblich.
Carbon Leakage ist die Verlagerung von Produktion in Länder mit schwächeren Klimavorgaben – das passiert, wenn deutsche Betriebe durch CO2-Bepreisung an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Deshalb gibt es Ausgleichsmechanismen wie Grenzausgleichsmaßnahmen. Für Ihr Unternehmen heißt das: Sie müssen verstehen, wie diese Regelungen Ihre Exporte und Importe beeinflussen.
Die Energiewende schafft Chancen in erneuerbaren Energien, Energiespeichern, Wasserstofftechnologie und Prozessoptimierung. Unternehmen, die ihre Energiekosten senken und effizienter werden, gewinnen Wettbewerbsvorteil. Gleichzeitig entstehen neue Märkte für grüne Produkte und nachhaltige Dienstleistungen – wer früh investiert, kann Marktführer werden.
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